Warum machen private Anleger immer die selben Fehler?

Die meisten Menschen kennen die alte Investmentweisheit: Im Einkauf liegt der Gewinn!

 

Dies gilt für jede Anlageklasse - ob Aktien, Gold, Rohstoffe oder eben auch Immobilien.

 

Das Interessante ist allerdings, dass sich die große Masse der Geldanleger selten an diesen, doch so simple Wahrheit hält.

Wie sieht die Realität 2020 aus:

  • Privatanleger treiben die Aktienmärkte in ungeahnte Höhen
  • Gold jagt von einem All-Time-High zum Nächsten
  • In München, Hamburg, Berlin und Co. ist die Nachfrage nach Immobilien trotz unterirdischen Mietrenditen und absurd hohen Kaufpreisen - so hoch wie nie.

 

Warum machen private Anleger also immer die gleichen Fehler?

 

Ganz einfach: Emotionalität!

 

Beispiele gefällig:

  • Auf dem Höhepunkt der Internet-Blase im Jahr 2000 (der Dax stand bei 8.000 Punkten) besaßen 70 % aller erwachsenen Deutschen Aktien oder Aktienfonds in irgendeiner Form. Im Jahr 2003 (der Dax stand bei 2.500 Punkten) waren es noch ca. 25 %.

(Ich habe in dieser Zeit versucht, Menschen davon zu überzeugen, in Fonds zu investieren. Das war ein großer Spaß! Niemand wollte dieses „Teufelszeug“ haben. Jeder hatte entweder selbst Geld verloren oder kannte mindestens einen, der ordentlich Miese gemacht hat.)

 

  • Mitte der 90er Jahre gab es aber auch (das wissen nicht so viele) einen Immobilienboom in den neuen Bundesländern. Jeder der im Spitzensteuersatz verdiente wollte Steuern sparen und kaufte supertolle (und superteure) „Steuersparimmobilien“. Der anschließende Preisverfall dauerte bis in die Anfangsjahre der 2000er an.

(Ab 2005 bis ca. 2008 habe ich dann Immobilien in exzellenten Lagen von Leipzig an Kunden aus Hamburg verkauft. Anfangs war der Spaß in etwas so groß, wie bei den Aktienfonds ein paar Jahre zuvor.)

  • Als die Top-Lagen in der sächsischen Metropole nicht mehr verfügbar oder (aus meiner Sicht) zu teuer waren, sind wir 2009 zu B-Lagen unserer Hansestadt (wie Eimsbüttel, Barmbek, Bramfeld, Horn - ja all dies waren B-Lagen) gewechselt. Plötzlich wurde ich gefragt, ob ich nicht Immobilien in Leipzig hätte. Das würde sich ja viel besser entwickeln, als diese „schlechten“ Lagen bei uns.

Preisfrage:

Was glaubst du, wird bei mir heute angefragt? - Richtig: Wohnungen in Hamburg – am liebsten Eppendorf, Winterhude, Barmbek und Co.?

 

 

Anmerkung:

Ich habe mich in diesem Jahr von meinen Objekten in unserer Elbmetropole getrennt, um das Geld in andere Standorte zu investieren. Aber das nur am Rande ...

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